Zum ersten Mal seit 1995 steht das deutsche Tennis-Team wieder im Halbfinale des Davis-Cup. Gegen Titelverteidiger Russland soll zwischen dem 21. und 23. September der Einzug ins Finale klar gemacht werden. Dabei vertraut Teamchef Patrik...
Zum ersten Mal seit 1995 steht das deutsche Tennis-Team wieder im Halbfinale des Davis-Cup. Gegen Titelverteidiger Russland soll zwischen dem 21. und 23. September der Einzug ins Finale klar gemacht werden. Dabei vertraut Teamchef Patrik Kühnen neben seinem Kapitän Tommy Haas auch auf einen Debütanten.
Am heutigen Dienstag gab Kühnen sein Team für die Reise nach Moskau bekannt. Tommy Haas führt als bester Deutscher Einzelspieler das Aufgebot an. Neben ihm werden Philipp Kohlschreiber, und die Doppel-Spezialist Alexander Waske und der Debütant Philipp Petzschner mit von der Partie sein. Ersatzmann ist Florian Mayer. Als Trainingspartner wird auch der B-Kader-Spieler Matthias Bacher Davis-Cup-Luft schnuppern und mit nach Russland reisen.
"Tommy hat mit dem Viertelfinale bei den US Open ein tolles Ergebnis erreicht und ist unser bester Einzelspieler", zeigte sich Kühnen von seinem Team-Kapitän beeindruckt. Aber auch Philipp Kohlschreiber habe sich mit guten Leistungen in Flashing Madows für den Davis-Cup empfohlen. Der Augsburger hatte in der zweiten Runde die russische Nummer 2 Michail Youzhni klar besiegt, scheiterte dann allerdings an dem Spanier Carlos Moya. Haas verlor im Viertelfinale gegen die russische Nummer 1 Nicolai Davydenko.
Eine kleine Überraschung ist die Nominierung des Bayreuthers Petzschner. Doch nach dem Ausfall von Doppelspezialist Michael Kohlmann, der nach einer Operation bis zum Ende des Jahres nicht spielen kann, war ein Platz frei. „Von Philipp halte ich besonders als Doppelspieler sehr viel. Er ist ein Mann für die Zukunft und ja ohnehin auch als sehr guter Teamspieler bekannt“, begründete Kühnen die Nominierung.
Am morgigen Donnerstag wird sich das deutsche Team zur Vorbereitung auf die wichtigste Davis-Cup-Partie seit über zehn Jahren in München versammeln. Am 16. September fliegt der von Haas angeführte Tross schließlich nach Moskau, um sich vor Ort noch gezielter vorzubereiten. (cai)