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29.10.2009UNKLAR, OB ZUSAMMENHANG BESTEHT

Schweinegrippe: Nach Impfung vier Todesfälle in Schweden

In Schweden untersuchen Ärzte derzeit vier Todesfälle, die die Impfung mit Pandemrix, ein Impfstoff gegen die Schweinegrippe, möglicherweise verursacht haben könnte. Vor der großen Impfwelle hatte es in Schweden nur zwei Schweinegrippe-Tote gegeben. Die schwedische Bevölkerung ist nun stark verunsichert. Im zentralskandinavischen Staat hatte die große Impfwelle bereits am 12. Oktober begonnen.

Wie die schwedische Arzneimittelbehörde 'Läkemedelsverket' mitteilte, starben zwei Männer und zwei Frauen im Alter von 53 bis 90 Jahren, nachdem sie mit Pandemrix gegen die Neue Grippe geimpft worden waren. Ihr Tod trat im Zeitraum von zwölf Stunden bis vier Tagen nach der Impfung ein. Allerdings gehörten alle Todesfälle einer Risikogruppe an, sie litten zuvor an Herz-, Kreislauf- oder Muskelerkrankungen. Derzeit wird noch geprüft, ob wirklich ein Zusammenhang zur Impfung besteht, so die Arzneimittelbehörde.

Der Tote, der zwölf Stunden nach der Impfung verstarb, litt an einer ernstzunehmenden Herzkrankheit und einem Multiorganversagen. Der Mann bekam Schmerzen in der Brust und starb kurz darauf. Die eingeleitete Autopsie ergab, dass der Patient an einer allgemeinen sowie einer zusätzlichen Verkalkung der Herzkranzarterien litt und Herzinfarkte in der Vergangenheit hatte. Die Untersuchungen seien noch nicht ganz abgeschlossen, so die Arzneimittelbehörde in einer aktuellen Stellungnahme, dennoch könne man nach den bisherigen Erkenntnissen in diesem einen spezifischen Fall einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfung und Tod ausschließen.

In Schweden begann die Impfung der Bevölkerung gegen das H1N1-Virus vor etwa zweieinhalb Wochen. Bereits im Frühsommer hatte die schwedische Regierung 19 Millionen Pandemrix-Impfdosen des britischen Herstellers GlaxosmithKline, also zwei pro Einwohner, bestellt. Der schwedische Impfplan sieht vor, zuerst Angehörige des Gesundheitswesens sowie Risikogruppen zu impfen, anschließend kommt die allgemeine Bevölkerung an die Reihe, wobei sich zuerst die Jüngeren impfen lassen sollten. Über 60-Jährige können sich ab Dezember die Spritze abholen.

Dem Bericht der Arzneimittelbehörde zufolge sollen sich die bislang erwarteten Nebenwirkungen in einem "üblichen Rahmen" befinden. 200 Patienten litten an diversen Nebenwirkungen, in fünf Fällen kam es zu starken allergischen Reaktionen, die eine längere Krankenhausbehandlung nach sich zogen. Die häufigsten Nebenwirkungen seien, laut Arzneimittelbehörde, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Ohnmacht. Auch an Reaktionen an der Einstichstelle, ebenso Fieber und Schüttelfrost litten die geimpften Patienten gelegentlich.

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Umfragen zufolge sank die Zahl der Impfwilligen in Schweden seit Bekanntgabe der ersten Fälle von Nebenwirkungen von 72 auf 65 Prozent. 18- bis 24-Jährige wollen sich knapp über 50 Prozent einer Impfung unterziehen.

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (4)
Prof. Dr. Oink (31.10.2009 14:26)

an Kunz und Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann

an Kunz: Risikopatienten haben meist ein geschwächtes Immunsystem. Deshalb sind sie besonders gefährdet, mit dem H1N1-Virus infiziert zu werden.

an Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann: Abwasser werden durch diverse Filter in Kläranlagen aufbereitet, auch Viren bleiben im Filter hängen; Grundwasser kommt (wie der Name schon sagt:) aus dem Grund, passiert also sämtliche Gesteinsschichten und wird so auf natürliche Weise gefiltert. Im Übrigen ist die Sendung 'Guten Abend RTL' wohl kaum das seriöseste Magazin in der weiten, schnöden Fernsehlandschaft. (Ja, ich habe Sie bei youtube gefunden.)