01_aktion_300x300
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in 'Twilight Eclipse': Ewiger Treueschwur
Highlights der Woche (KW 20)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteAttitudesVehiclesTEAMPROTEST ZEIGT WIRKUNG

21.03.2009TEAMPROTEST ZEIGT WIRKUNG

FIA legt umstrittene Weltmeister-Regel erstmal auf Eis

Um den Streit um die umstrittene Weltmeister-Regel nicht eskalieren zu lassen, will die FIA die Einführung der neuen Weltmeister-Regel um ein Jahr auf die Saison 2010 verschieben. Damit ist auf die weit reichende Kritik von ehemaligen und aktuellen Fahrern sowie von den Teams reagiert worden. Auch die Zuschauer scheinen von der neuen Idee der FIA nicht begeistert zu sein.

Die Idee war, einen Sieg mehr zu belohnen, um die für den Zuschauer langweiligen Taktikspielchen der Teams zu unterbinden. Herauskam eine weithin unbeliebter Vorschlag: In Zukunft soll der Weltmeister nicht mehr anhand des bekannten Punktesystems, sondern anhand der Siege ermittelt werden. Erst wenn zwei oder mehr Fahrer gleich viele Grand-Prix` für sich entschieden haben, kommt das aktuelle Punktesystem zum Tragen.  Bereits ab kommender Saison sollte die neue Regelung gelten. Doch nach weit reichender Kritik aus dem Fahrerlager und den Teams rudert die FIA nun zurück: "Wenn aus irgendeinem Grund die Formel-1-Teams nicht mit dem neuen System übereinstimmen, wird dessen Einführung auf 2010 verschoben", heißt es in einer Pressemitteilung.

Doch ganz ohne Druck ging dieser Sinneswandel nicht von Statten: Die Teamvereinigung FOTA zog schwere Geschütze auf. Ihr einstimmiger Beschluss, gegen die Regeländerung Protest einzulegen, zeigte seine Wirkung. Zuvor hatten sich auch einige Fahrer, darunter die ehemaligen Weltmeister Michael Schumacher und Fernando Alonso sowie der aktuelle Titelträger Lewis Hamilton gegen den neuen Vorschlag gestellt. Auch die Zuschauer scheinen von der Idee nicht begeistert zu sein. Eine Marktforschung hatte ergeben, dass die Zuschauer zwar eine größere Gewichtung des Sieges wünschen, aber der Weltmeister sollte immer noch anhand eines Punktesystem ermittelt werden. Die FOTA macht sich diese Ergebnisse nun zu eigen und fordert folgende Punktevergabe: 12-9-7-5-4-3-2-1. Doch der FIA-Weltrat soll diesen Vorschlag angeblich abgelehnt haben, berichtet die Autobild.

Die Teams sollen die FIA allerdings um weitere Gespräche gebeten haben, um für die Saison 2010 ein attraktives Modell zu finden, das sowohl dem Zuschauer als auch dem aktuellen Sparzwang gerecht werden soll: Wenn nur Siege zählen, muss jedes Rennen voll gefahren werden. Das passt vielleicht dem Zuschauer, aber nicht zur geforderten Nachhaltigkeit im Rennsport. Der Haupteinwand gegen die Wertung nach Siegen ist die mangelnde Konstanz. Es geht nicht mehr darum, in jedem Rennen vorne dabei zu sein, sondern es genügen wenige ausgezeichnete Ergebnisse. Dadurch könnte die Spitze der Formel 1-Teams allerdings auch näher zusammenrücken.

In der vergangenen Saison wäre nach der von der FIA angestrebten Regelung nicht Lewis Hamiton, sondern Felipe Massa Weltmeister geworden. (cai)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (0)