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Fernando Alonso beschimpft Michael Schumacher: 'Unsportlich'

05.09.2008BLEIBT DER SPANIER BEI RENAULT?

Fernando Alonso im Interview: 'Entscheidung im Herbst'

Renault-Star Fernando Alonso wollte in Valencia seinen Fans die große Show abliefern. Doch er wurde bereits in Runde eins abgeschossen. Wie lange seine Leidenszeit bei Renault noch weitergeht, entscheidet sich offiziell im Oktober.

Fernando, ich bin sicher, Du hast Dir Deinen Auftritt in der Heimat wohl auch anders vorgestellt, oder?

Natürlich. Beim Heimrennen in der ersten Runde auszuscheiden tut natürlich weh. Aber ich bin von Nakajima von hinten abgeschossen worden, hatte keine Chance. Meine Mechaniker haben noch alles versucht, aber mein Rennen war kaputt. Es tat mir besonders Leid für die vielen Fans. Man muss das abhaken und nach vorne schauen.

Was wäre denn mit dem Renault realistisch drin gewesen?

Valencia ist ein Stadtkurs und die liegen mir recht gut. Natürlich war das Qualifying schlecht, aber im GP2-Rennen gab es einige Safety-Car-Phasen und davon hätten wir profitieren können. Leider kam es nie dazu.

Das Rennwochenende war vom tragischen Flugzeugunfall in Madrid überschattet. Du hattest maßgeblichen Anteil an der Anteilnahme der Fahrer.

Alle Spanier waren schockiert über den Tod der 153 Menschen. Auch ich. Ich hatte mich sofort entschlossen Trauerflor zu tragen und bei der Fahrersitzung kamen wir überein eine Trauerminute zu halten und die spanische Fahne auf die Wagen zu kleben.

Nun geht es nach Spa in die belgischen Ardennen auf eine echte Fahrerstrecke...

Ja, ich hoffe, wir haben dort mehr Glück. Die letzten Tests in Monza waren gut und wir haben vor allem die Bremsen verbessert. Sowohl in Spa als auch in Monza, eine Woche später, werden die eine große Rolle spielen. Spa ist für uns alle eine große Herausforderung. Wir müssen sehen Q3 zu schaffen und dann einen guten Start erwischen. Ich habe hier zwar noch nie gewonnen, aber wenn es wieder regnen sollte, wer weiß...

Für Dich muss es doch frustrierend sein im Mittelfeld herumzugondeln, nicht?

Es ist nicht einfach, ein perfektes Rennen zu fahren und dann nur Siebter zu werden. Solche Erlebnisse war ich in den vergangenen Jahren nicht gewöhnt. Aber ich wusste vor meiner Rückkehr zu Renault, dass es eine schwierige Saison werden würde. Dennoch fühle ich mich hier derzeit sicher wohler als noch vor einem Jahr (Anm. Anspielung auf die Skandalsaison bei McLaren-Mercedes).

Welche Ziele hast Du noch für diese Saison?

Wir kämpfen um den vierten Platz in der Konstrukteurswertung mit Toyota und wollen die Japaner unbedingt noch abfangen. Dazu müssen wir regelmäßig punkten, denn zehn Punkte (Toyota 41, Renault 31 Punkte) Vorsprung sind ein großer Polster, zumal wir ja zumeist um die hinteren Punkteränge fahren. Wir müssen die ein oder andere Chance nützen, die sich bietet, wenn einer der Großen (Anm. Ferrari, McLaren oder BMW) patzt. In Hockenheim ist uns das gelungen (Platz zwei durch Nelson Piquet jr.), also warum sollte es nicht wieder gelingen.

Immer wieder wird spekuliert, dass Du Renault verlassen wirst. Wie würdest Du Deine Zukunftsaussichten bei den Franzosen beschreiben?

Zunächst möchte ich diese Saison einmal gut zu Ende fahren. Mit den vielen Regeländerungen für 2009 hat Renault die Möglichkeit wieder vorne mitzufahren. Sie waren vor zwei Jahren Weltmeister und sollten wissen, wie man ein schnelles Auto baut. Ich will kommende Saison wieder Rennen gewinnen und konkurrenzfähig sein. Wenn Renault das bieten kann, werde ich bestimmt bleiben.

Teambosse wie Hondas Ross Brawn oder BMW-Saubers Mario Theissen haben ihr Interesse an Dir bekundet. Wie stehst Du dazu?

Momentan bin ich bei Renault und wir kämpfen um den vierten Platz in der Konstrukteurswertung. Als nächste Aufgaben stehen die Rennen in Spa und Monza an. Das hat Vorrang. Über die Saison 2009 entscheide ich im Oktober.

Eine andere Entscheidung ist schon gefallen: Deine Frau wird für Disney singen!

Ja, Raquel wird die Titelmusik der spanischen Version der neuen "Arielle"-DVD singen. Ich freue mich sehr für sie, denn es war immer ihr Traum, denn das war ihr Lieblingsmärchen in ihrer Kindheit.

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