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Interview mit Sebastian Vettel, Top-Talent bei BMW Sauber

05.10.2009START-ZIEL-SIEG IN SUZUKA

Sebastian Vettel: Die WM-Tür steht wieder offen

In Schumacher-Manier raste Sebastian Vettel in Suzuka zum ungefährdeten Sieg und verkürzte so den Rückstand auf WM-Leader Jenson Button auf 16 Punkte. Der Titel ist weiter möglich und Erinnerungen an 2007 werden wach.

Fehlerloses Wochenende

„Das war eine blitzsaubere Vorstellung", analysierte F1-Pensionist David Coulthard den vierten Karriere-Erfolg von Sebastian Vettel. Der Heppenheimer holte sich am Samstag die Pole Position, wehrte am Start den Angriff von Lewis Hamilton ab und sicherte sich die zehn Punkte. Da Konkurrent Button nur Achter wurde, beträgt der Rückstand des Red Bull Piloten nunmehr noch 16 Zähler bei zwei ausstehenden Rennen.

„Es ist noch immer ein großer Punktepolster für Jenson, aber die Chance lebt. Wir können ohnehin nur auf uns schauen, versuchen auch die nächsten beiden Rennen zu gewinnen und dann sehen, was am Ende rauskommt."

Deja Vu 2007

Textgleiche Sager hörte man vor zwei Jahren von Kimi Räikkönen, der drei Rennen vor Schluss 17 Punkte hinter Hamilton lag und am Ende in Brasilien mit einem Sieg mit einem Zähler Vorsprung den Titel holte.

„Kimi hat damals gezeigt, dass alles möglich ist, aber es müssen auch die Umstände passen. Lewis duellierte sich damals teamintern mit Fernando (Alonso) und das brachte Unruhe", erinnert sich Vettel-Boss Christian Horner. Aber der Red Bull Teamchef will „alles tun um Sebastian doch noch zum Titel zu führen. Wir alle sind hier um zu gewinnen. Der erste Schritt ist getan."

Brawn inferior

Nach der Auferstehung des weißen Balletts beim GP von Italien (Rubens Barrichello siegte vor Button) waren die Brawnies in Sinagpur chancenlos und blamierten sich in Suzuka gar. Im Qualifying verschenkte man bessere Platzierungen durch das Ignorieren der gelben Flagge und wurde nach hinten strafversetzt.

„Von den Rängen sechs und zehn in der Startaufstellung war bei diesem Rennverlauf leider nicht mehr drin. Red Bull hat einen großartigen Job gemacht und der Vorsprung ist nun kleiner geworden, aber wir sind immer noch vorne. Und wir werden sicherlich zurückschlagen", kündigt Barrichello an.

Überraschung in Rot-weiß

Auch wenn Vettels Sieg beeindruckend war, so hieß die eigentliche Überraschung des Rennens Jarno Trulli. Der golden Oldie, der bei Toyota eigentlich vorm Rauswurf steht, lenkte seinen Boliden beim Firmen-Heimspiel sensationell auf Platz zwei und lieferte sich dabei ein herausragendes Duell mit Hamilton.

„Ich hatte unglaublich viel Spaß. Lewis und ich kämpften das gesamte Rennen über und fuhren eine Qualifyingrunde nach der anderen. Wir waren beide immer am Limit. Es war einfach klasse", strahlte Trulli.

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