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Persönliche Mitteilung
Investor und Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen hat sich in seiner Eigenschaft als Politikberater zu Wort gemeldet und für einen großen europapolitischen Wurf plädiert. Gerade jetzt, inmitten der Schuldenkrise der europäischen Nationalstaaten, seien große Visionen gefragt. Eurobonds seien langfristig die Lösung. Vorher müsse aber die Fiskalpolitik zentralisiert, und durch ein gestärktes Europaparlament kontrolliert werden.
Noch nie kam der Euro so massiv unter Beschuss wie in diesen Wochen, ein Ende der langsamen Abwärtsspirale ist an den Finanzmärkten nicht in Sicht. Dahinter stecken immens starke spekulative Kräfte und die dominante angelsächsische Publizistik, denen der Euro seit jeher ein Dorn im Auge ist, weil er einen potentiellen Kontrapunkt zu ihrer Hegemonie darstellt. In der Stunde bitterer Not muss Europa den Sprung nach vorne wagen - oder die Wiederbelebung jahrhundertealter Ressentiments erleben. von MARC SONDERMANN
Nachdem der britische Premier Gordon Brown in letzter Minute eine Verabschiedung der umstrittenen EU-Richtlinie zu Alternativen Investmentfonds verhindern konnte, ist nun die Debatte über die Regulierung von Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften in vollem Gang. Jenseits aller Parolen der Politik entpuppen sich die Player der Branche dabei als Befürworter sinnvoller Regeln. Die Warnung von US-Finanzminister Timothy Geithner vor protektionistischen Tendenzen nehmen sie jedoch sehr ernst. von MARC SONDERMANN
Unterschrieben, aber noch nicht ratifiziert ist das Abkommen, das den seit 15 Jahren schwelenden Streit mit den Bananenerzeugern in Lateinamerika beenden soll. Bis frühestens 2017 werden die Einfuhrzölle von derzeit 176 Euro pro Tonne schrittweise auf 114 Euro reduziert.
Der EU-China-Gipfel in Nanjing hat zu keinem Umdenken der chinesischen Führung bezüglich einer Aufwertung des Yuan (auch Renminbi genannt) geführt. Chinas Regierungschef Wen Jiabao machte am Wochenende erneut klar, dass eine Aufwertung der chinesischen Währung für China derzeit nicht in Frage kommt. von JULIA KAHLICH
Die Zeichen stehen weiter auf Erholung: die deutschen Unternehmen blicken immer optimistischer in die Zukunft. Zum achten Mal in Folge ist der Geschäftsklimaindex des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung gestiegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte am heutigen Dienstag auf dem Arbeitgebertag in Berlin aber vor voreiligen Schlüssen. von JULIA KAHLICH
Die EU-Kommission hat in Brüssel beschlossen, dass Deutschland sein Haushaltsdefizit bis 2013 wieder unter die 3 Prozent Marke drücken muss. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat EU-Währungskommissar Jaoquin Almunia bereits zugesagt, dass Deutschland trotz der Steuersenkungspläne ab 2011 mit dem Sparen beginnen und seine Schulden verringern will. von JULIA KAHLICH
Der britische Premierminister Gordon Brown musste am Wochenende im Rahmen des G20-Gipfels in Schottland für seinen Vorschlag einer weltweiten Tobin-Steuer auf Finanzmarkttransaktionen mehrheitlich kritisches Feedback einstecken. Die Einführung einer globalen Finanzmarktsteuer ist vor allem nach Meinung der USA weder durchsetzbar, noch wirksam. Die USA, Kanada und sogar der Internationaler Währungsfonds (IWF) lehnten den Vorschlag rundweg ab. von KAREN SAES
Im September 2009 waren die deutschen Importe und Exporte zwar niedriger als im Vorjahr, dennoch fielen sie höher azs als noch im August. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden errechnete für vergangenen Monat saisonbereinigt 3,8 Prozent mehr Export und 5,8 Prozent mehr Import. Andreas Rees, Analyst bei Unicredit, wertete die Zahlen als "ein gutes Zeichen". von MELANIE MEISTER
Einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge haben für viele Deutsche in der Wirtschaftskrise materielle Werte wie Einkommen, Wohlstand und Sicherheit an Bedeutung hinzugewonnen. Als Reaktion auf die Krise ziehen sich viele Menschen in ihr Privatleben zurück, der Stellenwert von sozialen Beziehungen mit Familie und Freunden hat sich erhöht. Die richtige Reaktion auf die Krise sehen die Menschen in einem stärkeren gesellschaftlichen Zusammenhalt. von JULIA KAHLICH
Die Fast-Food-Kette McDonald's gab am Montag bekannt, seine drei isländischen Restaurants am 1. November zu schließen. Wegen der Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise sei das US-Unternehmen in Island nicht mehr konkurrenzfähig. "Die wirtschaftliche Lage hat es für uns einfach zu teuer gemacht", erklärte Magnus Ogmundsson, Geschäftsführer des Franchisennehmer Lyst die Gründe für den Rückzug aus dem Inselstaat. von KAREN SAES
Die Finanzminister der EU-Staaten legten am gestrigen Dienstag in Luxemburg einen groben Zeitplan zum Schuldenabbau fest. So sollen die EU-Staaten spätestens ab 2011 mit der Konsolidierung ihrer Haushalte beginnen.