DSDS-Finalist Menowin Fröhlich mag zwar aufgrund einer massiven Pressekampagne als Castingshow-Sieger verhindert worden sein - auch sein größter Widersacher, die 'Bild'-Zeitung, musste nun allerdings Federn lassen. Nicht zuletzt aufgrund des angekündigten, massiven Fan-Boykotts verlor das Blatt im dritten Quartal 2010 deutlich an Auflage.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten: Die Pressekampagne der 'Bild'-Zeitung gegen Menowin Fröhlich hat dem Soul-Sänger zwar massiv geschadet, und seinen haushohen Vorsprung bei der Castingshow 'Deutschland sucht den Superstar' (DSDS) zunichte gemacht. Die Negativkampagne scheint jedoch für ihre Betreiber massiv nach hinten losgegangen zu sein.
Wie das Medienfachmagazin 'Horizont' nun ermittelte, hat das Boulevardblatt im dritten Quartal des vergangenen Jahres, also ausgerechnet in den drei Monaten nach dem beschämenden Ende der diesjährigen DSDS-Staffel, täglich rund 140.000 Exemplare weniger verkauft. Bei einer durchschnittlich verkauften Auflage von 3,1 Millionen laut IVW, der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern, bedeutet dies eine beachtenwerte Auflageneinbuße von 5 Prozent.
Interessanterweise zählt die 'Größte Menowin Fröhlich Fanseite' auf Facebook, der wichtigsten Fan-Community, auch in etwa 140.000 Mitglieder. Da es sich dabei um höchst medienaffine, ehemals dem 'Bild'-Partner RTL zugetane Menschen handelt, die aus allen Bildungs- und Bevölkerungsschichten stammen, ist es sehr wahrscheinlich, dass ein großer Anteil dieser 140.000 Ex-'Bild'-Leser dem Blatt eben deswegen den Rücken zugetan hat, weil sie Fans von Menowin Fröhlich sind.
Gerade vor wenigen Tagen hatten zahlreiche Fans des Ingolstädters im Internet bekräftigt, den angekündigten Boykott gegen das Boulevardblatt in den vergangenen Monaten vollzogen zu haben, weil sie von der Berichterstattung in Sachen DSDS angewidert gewesen seien. In einem Leserkommentar auf 'Europolitan.de' schrieb etwa eine Nutzerin namens 'Anne' unter einem Jahresrückblick zu dem Thema: "Seit dieser Sache mit Menowin habe ich die Bild-Zeitung nie wieder gekauft und werde dieses Schmierblatt auch ganz bestimmt nicht wieder kaufen. Die können mir gestohlen bleiben." Ein weiterer Nutzer namens 'HeikoLiveab1' bekräftigte: "Lieber Gott vergib der Bild und RTL nicht, denn sie wussten, was sie tun."
Interessanterweise nannte Chefredakteur Kai Diekmann, in dessen Amtszeit 'Bild' insgesamt bereits 1,2 Millionen an verkaufter Auflage verlor, in einem Interview mit 'Horizont' als Erfolgsrezept des Boulevardblattes in Zukunft ein "dickes Fell" gegen Kritik. Dazu hat offenbar auch gehört, alle Appelle zugunsten einer menschenwürdigen Behandlung von Menowin Fröhlich ungehört verhallen zu lassen, und sich in eine Negativhaltung zu verbeißen, die nicht nur dem talentierten Sänger, sondern sogar der Zeitung selbst geschadet hat.
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Angesichts einer solchen Leistung kann es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis der Axel Springer Verlag, der die 'Bild'-Zeitung herausgibt, die Reißleine zieht und Herrn Diekmann zur Tür herausweist. Mit seiner gehässigen Kampagne gegen Menowin Fröhlich hat 'Bild'-Chefredakteur Kai Diekmann seinem Arbeitgeber jedenfalls einen Bärendienst erwiesen.
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Foto-Copyright: (c) RTL / Stefan Gregorowius
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Banane (13.01.2011 09:52)Jajasoso
Erst hieß es DSDS ist eine Familiensendung. lächerlich. Jetzt, wo sie sich selbst ins Bein geschossen haben, holen sie in einer "Familiensendung" nur noch Sexskandale raus. Hohler geht es echt nicht mehr. Menowin hat eindeutig Fehler gemacht, dem Druck nicht standgehalten, einige andere auch nicht. Aber ihm dann noch bis zuletzt Hoffnung auf einen Sieg machen, und ihn dann bewußt abschießen. Bäh. Dann hätten sie ihn besser rauswerfen sollen. Und ich weiß aus guter Quelle, in den Kokainskandal waren auch andere verwickelt. Nun ja, alles Banane. Das Leben geht weiter.