Londons Bürgermeister Boris Johnson hat am vergangenen Montagabend einen Angriff auf eine Frau verhindert. Johnson verjagt dabei drei randalierende Mädchen und brachte die beängstigte Frau anschließend nach Hause.
Die Filmemacherin und Klima-Aktivistin Franny Armstrong war in Camden Town, im Norden von London, auf dem Heimweg, als drei Mädchen sie umgaben und bedrohten. "Ich war dabei, eine SMS auf meinem Handy zu verfassen und habe die Mädchen nicht bemerkt, bis sie mich hart gegen ein Auto schubsen", erinnert sich Armstrong gegenüber der britischen Tageszeitung 'The Times'. Eines der Mädchen war mit einer Eisenstange bewaffnet gewesen und hatte das Opfer damit bedroht.
Als Armstrong einen Radfahrer vorbei fahren sah, rief sie um Hilfe. Der Radfahrer kam zurück und überraschend stellte sich heraus, dass ihr Rettet kein geringerer war als Londons Oberbürgermeister selbst. "Was glaubt ihr, dass ihr da macht", brüllte Johnson die Mädchenbande unvermittelt an. Der Politiker hob die hinuntergefallene Eisenstange auf und verjagte die Randaliererinnen die Straße hinunter. Der 45-jährige, umstrittene Politiker soll dabei die Mädels noch als 'Proleten' (oiks) beschimpft haben.
Ein paar Minuten später kehrte der unverhoffte Retter an den Ort des Geschehens zurück und brachte das Opfer nach Hause. "Er war mein Ritter auf einem glänzenden Fahrrad", schwärmte Armstrong anschließend in Seligkeit.
Franny Armstrong gab desweiteren gegenüber der Zeitung an, mit Johnsons Politik nicht einverstanden zu sein und bei den letzten Wahlen für Johnsons Gegner, Ken Livingstone, gestimmt zu haben - erkennte den amtierenden Bürgermeister hetzt aber als besseren Kämpfer an: "Wenn du in einer dunklen Gasse bist und dich in Schwierigkeiten befindest, dann ist denke ich Boris von größerem Nutzen als Ken."
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Das Bürgermeisteramt bestätigte den Vorfall, lehnte es aber ab, Johnsons Handeln zu kommentieren. (ksa)