Vor zwei Jahren verschwand die damals vierjährige Madeleine McCann aus der Ferienwohnung ihrer Eltern in Praia da Luz. Zwei Jahre später führen die Ermittlungen nach Deutschland, wo zur Zeit unter Hochdruck geprüft wird, ob ein britischer Verdächtiger als Täter in Frage kommt. Die britische Behörden haben nun um Rechtsbeihilfe gebeten.
Der Brite Raymond H. gilt als neuer Hauptverdächtiger im Vermissten-Fall Maddie McCann. Der 64-jähirge ist nicht nur ein verurteilter Kinderschänder, sondern sieht auch noch dem Phantombild eines Verdächtigen, der Mai 2007 kurz vor dem Verschwinden des Mädchens um die portugiesische Ferienanlage geschlichen sein soll, auffällig ähnlich.
Nun hat die deutsche Staatsanwaltschaft beschlossen, dass vom mehrfach Vorbestraften, der derzeit mit einer schweren Krebs-Erkrankung im Universitätsklinikum Aachen auf der Intensivstation liegt, eine DNA-Probe entnommen werde, erklärte der Aachener Polizeisprecher Robert Hintereker.
Beschwichtigende Stimmen sind auch schon laut geworden. So verkündete der Aachener Oberstaatsanwalt Robert Deller, dass eine mögliche Verbindung zum Fall Madeleine zur Zeit nicht mehr als „reine Spekulation" ist. Fakt sei, dass ein Rechtshilfeersuchen der britischen Behörden vorliege, so Deller weiter.
Dennoch kommt jetzt Schwung in die seit zwei Jahren laufenden Ermittlungen. Die portugiesischen Behörden haben mit Interesse auf die neue Entwicklung im Fall McCann reagiert. Der „Bild"-Zeitung zufolge sollen in Kürze Zeugen für eine Gegenüberstellung eingeflogen werden. Bereits unmittelbar nach dem Verschwinden der Dreijährigen waren am damaligen Tatort einige DNA-Spuren sichergestellt worden, die bisher jedoch niemanden zugeordnet werden konnten.
Angaben der britischen Boulevardzeitung „Sun" zufolge sei der Engländer, der zum Tatzeitpunkt in der Nähe der Praia da Lauz lebte, sogar kurz nach dem Verschwinden von Madeleine von der portugiesischen Polizei befragt worden. Ein 15-jähriges Mädchen aber hätte ihm zu dem Zeitpunkt ein plausibles Alibi gegeben. Mittlerweile wird dieses angezweifelt.
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Gegen den Mitt-Sechziger wird aber nicht nur im Fall Madeleine McCann fahndet. Er wird zusätzlich, sobald es sein Gesundheitszustand zulässt, zu einer vollzogenen und einer versuchten Vergewaltigung von zwei minderjährigen Mädchen im Jahre 1975 in England vernommen werden, die aber nichts mit dem Fall Madeleine zu tun hat. (sdo)
Cody (01.06.2009 15:28)Falche Fakten !
Die brit. Polizei von West Yorkshire hat die Staatsanwaltschaft in Aachen in einem Rechtshilfeersuchen kontaktiert,um eine eventuelle Beteiligung von Hewlett an einem Vergewaltigungsfall von 1975 zu klären. Die Verbindung zum Maddie-Fall ist von den brit. Zeitungen konstruiert worden,die vom Medienberater der McCanns mit "Neuigkeiten" gefüttert werden.Hewlett ist der ideale Sündenbock für Team McCann,da er eine extrem kriminelle Vergangenheit,ein Nomadenleben an der Algarve geführt hat und an der Schwelle des Todes steht.Die portugiesische Polizei hat diesen "Verdächtigen" längst eliminiert!