Eine Überdosis Propofol, ein starkes Narkosemittel, ist anscheinend die Todesursache des vor zwei Monaten gestorbenen Popstars Michael Jackson. Das meldeten die "Los Angeles Times" und der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Gegen Jacksons Privatarzt Conrad Murray, der dem 'King of Pop' die Narkosemittel verabreicht haben soll, wird weiterhin ermittelt.
Ermittlerkreise werten Jacksons Tod als Totschlag. Gegen Murray wurde bislang noch keine Anklage erhoben. Die Jackson-Familie ließ über einen Sprecher mitteilen, sie habe "volles Vertrauen" in den Rechtsweg und freue sich auf den Tag, "wenn der Gerechtigkeit genüge getan wird", berichtete "USmagazine.com".
Der Arzt, der Jackson auf die geplante Konzerttour begleiten sollte, war seit Mai bei dem Popstar angestellt und erhielt monatlich ein Gehalt von 150.000 Euro. Er hatte ausgesagt, dass er nicht der erste gewesen sei, der dem Popstar Propofol gegeben hatte und nannte zwei deutsche Ärzte, deren Namen den Medien nicht vorliegen. Auf dem Videoportal "YouTube" erklärte Murray in einer Videobotschaft, dass er alles getan habe, was er konnte.
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Die Untersuchungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen. Erst danach möchte sich Murrays Anwalt zu dem Ergebnis der Gerichtsmedizin äußern. Jackson wird am 3. September in einem Mausoleum auf dem Forest Lawn Friedhof in Glendale nahe Los Angeles beigesetzt.(mm)