Am vergangenen Sonntag wurde ein kleiner Junge mit Übelkeit und Bauchschmerzen in das Krankenhaus von Barreiras im nordöstlichen Bundesstaat Bahia eingeliefert. Nach einer Röntgenaufnahme entdeckten die Ärzte die grausame Ursache für die Schmerzen: Im Körper des Kleinkindes steckten ungefähr 50 Nähnadeln.
Der Zweijährige, der am vergangenen Sonntag über Übelkeit und Bauchschmerzen geklagt hatte, wurde von seiner Mutter angeblich noch am gleichen Tag ins Krankenhaus gebracht. Auf einem Röntgenbild entdeckten die Ärzte dann die zahlreichen Nadeln, die unter der Haut des kleinen Patienten steckten. Der Krankenhausdirektor Luiz Cesar Soltoski präzisierte, dass sich die Nadeln im Hals, in den Beinen und im Bauch befänden, eine Nadel habe sogar die Lunge durchbohrt.
Das Kind liegt nun wegen der Verletzung der Lunge auf der Intensivstation, nach Angaben der Ärzte sei sein Zustand schlecht, aber stabil. Die Mediziner alarmierten umgehend die Polizei, sie stehen aber dennoch vor einem Rätsel. Sie gehen nicht davon aus, dass der Junge die Fremdkörper verschluckt habe. Das würde aber bedeuten, dass die Nadeln absichtlich in den Körper des Kindes gestochen wurden.
Auch die Eltern konnten sich den Vorfall nicht erklären, erzählten aber, dass sie das Kind oft bei der Großmutter ließen, da die Mutter von insgesamt sechs Kindern als Hausangestellte arbeitete. Der Vater äußerte sich laut der brasilianischen Zeitung 'O Globo' wie folgt: "Mit Gottes Hilfe wird mein Sohn wieder gesund. Derzeit schwebt er zwischen Leben und Tod."
Der Junge soll nun operiert werden, Soltoski erklärte aber, dass die meisten der zentimeterlangen Nadeln wohl im Körper des Patienten verblieben: "Fremdkörper, die keine Probleme bereiten, müssen nicht notwendigerweise entfernt werden. Sie herauszunehmen könnte Schnitte oder Verletzungen an Organen verursachen." (ssp)