EU-Handelskommissar Peter Mandelson hat China zum besseren Schutz der Urheberrechte und mehr Marktöffnung aufgefordert. Mit ungewohnt scharfen Worten hat drohte Mandelson China damit, dass sonst „protektionistischen Gegenreaktionen“ ins...
EU-Handelskommissar Peter Mandelson hat China zum besseren Schutz der Urheberrechte und mehr Marktöffnung aufgefordert. Mit ungewohnt scharfen Worten hat drohte Mandelson China damit, dass sonst „protektionistischen Gegenreaktionen“ ins Haus stehen könnten.
Eine gestiegene wirtschaftliche Macht bedeute gleichfalls mehr Verantwortung, weshalb China seine Märkte mehr für ausländische Unternehmen öffnen müsste, machte Mandelson seinem Ärger auf einem Vortrag an der Pekinger Volksuniversität Luft.
Der Verlust für europäische und amerikanische durch Raubkopien beläuft sich auf mehrere Millarden Dollar. Man müsse sich zur Offenheit bekennen und protektionistischen Tendenzen widerstehen, so der Handelskommissar weiter. Subventionen und Handelsrabatte der Chinesen müssen abgeschafft werden, da sie den Wettbewerb verzerren, sagte Mandelson.
Der EU-Beauftragte befindet sich derzeit auf einem viertägigen Chinabesuch und hat am Mittwoch Gespräche mit dem chinesischen Handelsminister Bo Xilai geführt. Thema war unter anderem die europäisch-amerikanische Klage bei der Welthandelsorganisation WTO wegen zu hoher chinesischer Importzölle auf Autoersatzteile. (fs)