Die EU hat auf die Notlage in Simbabwe mit schärferen Sanktionen gegen das südostafrikanische reagiert. Unter anderem beschlossen die EU-Außenminister ein Einreiseverbot für den unmstrittenen Staatschef Robert Mugabe. Die Weltgesundheitsorganisation WHO wurde ferner dazu angehalten, gegen die Cholera-Epidemie vorzugehen.
Am Montag beschlossen die EU-Außenminister in Brüssel Einreiseverbote für zehn weitere Verantwortliche aus Simbabwe. Insgesamt gelten nun 180 Menschen aus dem afrikanischen Land als unerwünschte Personen - unter ihnen Staatschef Robert Mugabe.
Mit dem Beschluß reagierte die EU auf die Notlage in Simbabwe, wo zur Zeit eine Cholera-Epidemie um sich greift. Inzwischen sind seit dem Beginn der Epidemie im August mehr als 12.700 Menschen erkrankt, 575 Menschen verstarben an der Cholera.
Das ehemals wohlhabende afrikanische Land versinkt immer mehr in Armut. Die Verbraucherpreise steigen zunehmend. Staatspräsident Mugabe hat bislang auch noch keine Machtteilung mit der in Wahlen siegreichen Opposition unter Morgan Tsvangirai umgesetzt.
Das Auswärtige Amt hat wegen der hochansteckenden Cholera-Epidemie die Nothilfe um eine Million Euro erhöht. Das Geld soll dem internationalen Komitee des Roten Kreuzes für Soforthilfemaßnahmen zur Verfügung gestellt werden.
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Kenias Premierminister Raila Odinga hat mit seiner Forderung nach militärischer Intervention der Afrikanischen Union (AU) in Simbabwe Diskussionen ausgelöst. In Simbabwes Nachbarland Südafrika wird die Entsendung von AU-Truppen kontrovers diskutiert. Der dortige Erzbischof Desmond Tutu hatte zuvor bereits ähnliche Forderungen erhoben. (lkl)