01_aktion_300x300
Linkbox
Artikel zum Thema
Highlights zum Thema
Pressestimmen zum Thema
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in 'Twilight Eclipse': Ewiger Treueschwur
Highlights der Woche (KW 20)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteItemsWatchesIMAMSTAAT DROHT MIT VERGELTUNG

19.10.2009IMAMSTAAT DROHT MIT VERGELTUNG

Iran wirft USA und Großbritannien nach Anschlag Terror-Unterstützung vor

Nach dem verheerenden Anschlag einer Rebellengruppe auf die iranischen Revolutionsgarden (Pasdaran), hat der Iran die USA und Großbritannien dafür verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht. Zudem ist der Iran davon überzeugt, dass der Rebellenchef, Abdolmalek Rigi, sich in Pakistan befindet und hat deswegen das Nachbarland aufgefordert, Rigi auszuliefern.

Am gestrigen Sonntag kamen durch ein Selbstmordattentat in der Stadt Pishin in der Provinz Sistan-Belutschistan (Sistan-Baluchestan) nach jüngsten Behördenangaben 42 Menschen, darunter sieben ranghohe Kommandanten der Revolutionsgarden, ums Leben. Phishin liegt an der Grenze zu Pakistan. Die sunnitischen Dschundallah-Rebellen (Brigade/Soldaten Gottes), die nach eigenen Angaben für die Rechte ihrer Minderheit im überwiegend schiitischen Iran kämpfen, bekannten sich zu dem Anschlag. Die Aufständischen sind in den Drogenschmuggel involviert und haben Rückzugsgebiete in Pakistan.

Die iranische Führung sieht westliche Geheimdienste als Drahtzieher hinter dem Anschlag. "Hinter diesem Vorgang stecken die amerikanischen und britischen Geheimdienst-Apparate", erklärte General Mohammad Ali Dschafari, der Chef der Revolutionsgarden, am heutigen Montag der staatlichen Nachrichtenagentur Isna. "Es wird Vergeltungsmaßnahmen geben müssen, um sie zu bestrafen." Zuvor hatte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad auch Pakistan verantwortlich gemacht.

Dschafari behauptete, zudem es gebe neue Beweise, dass Abdolmalek Rigi (der Rebellenchef) in direkter Verbindung mit den Geheimdiensten der USA, Großbritanniens und Pakistans stehe. Rigi sei "unzweifelhaft unter dem Schutz dieser Organisationen". Zuvor hatte der Chef des Heeres der Garde, Mohammed Pakpur, erklärt, die "Terroristen und Rebellen" seien von den USA und Großbritannien ausgebildet worden. Im staatlichen Fernsehen wurde eine Ankündigung der Revolutionsgarde zitiert, es werde eine "vernichtende Antwort" auf den Anschlag geben. Der Abgeordnete Pajman Forusesch, gab Isna zu Protokoll, der Gegenschlag könne auch auf pakistanischem Gebiet erfolgen. Forusesch vertritt die Provinz Sistan-Balutschistan, in der sich der Anschlag ereignete. Sowohl die Regierung in Islamabad als auch die USA und Großbritannien wiesen eine Verwicklung in den Anschlag vehement zurück.

Die EU verurteilte den Anschlag ebenso wie die USA. In einer Erklärung der schwedischen Ratspräsidentschaft hieß es am Montag aus Stockholm, die Union bedaure die tragischen Verluste von Menschenleben. Auch Russland zeigte sich empört. Der russische Präsident Dmitri Medwedew sicherte dem Iran die Unterstützung seines Landes im Kampf gegen Terroristen zu. "Der Kampf gegen die Bedrohung durch Terrorismus und Extremismus verlangt die Zusammenarbeit aller Länder", bekräftigte Medwedew heute (Montag) in Moskau. "Wir sind bereit, mit der Islamischen Republik des Iran zu kooperieren, um diesen Bedrohungen entgegenzutreten."

Der pakistanische Ministerpräsident Syed Yusuf Raza Gilani betonte, er verurteile den „schrecklichen Terrorakt", wie sein Büro heute bekannt gab. Die pakistanische Regierung sicherte der Regierung in Teheran ihre volle Unterstützung bei der Aufklärung der Tat zu. Der pakistanische Innenminister Rehman Malik habe seinem iranischen Amtskollegen Mustafa Muhammed Najjar in einem Telefonat mitgeteilt, dass Pakistan alles unternehmen werde, um die Drahtzieher des Anschlags zu fassen, berichtete der Sender Geo TV. Gleichzeitig wies der Minister Vorwürfe zurück, nach denen sich der Chef der Extremisten in Pakistan aufhalten soll. „Abdolmalik Rigi ist nicht in Pakistan", so Malik.

Verwandte Artikel

Die Tat könnte nach Ansicht der Behörden auch einen kriminellen Hintergrund haben. Der Dschundallah wird Verstrickung in den Drogenhandel vorgeworfen. Das Drei-Länder-Eck im Südosten des Irans gilt als Hauptroute von Drogenhändlern, die Rauschgift aus Pakistan und Afghanistan nach Europa schmuggeln. Derzeit sitzt Abdul-Hamid Rigi, der Bruder des Dschundallah-Anführers, wegen Mordes, Entführung und Drogenhandels in der Todeszelle. Erst im Juli waren 13 Dschundallah-Mitglieder in Zahedan hingerichtet worden. (ska)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (1)
Andre (20.10.2009 09:07)

ja klar"

ja klar die USA und die Engländer jaaaa
warum sollten sie die Terroristen bekämpfen aber vorher ausbilden ?
dass is so ein schwachsinn