Der kongolesische Rebellenführer Laurent Nkunda hat sich bereit erklärt, ein Teil der von ihm kontrollierten Gebiete abzugeben, um eine UN-Friedensmission zu unterstützen. Die von ihm forumlierte Vorbedingung dafür ist allerdings, dass das Gebiet nicht in die Hände der anderer kämpfenden Gruppierungen fällt.
Nkunda erklärte darüber hinaus, mit dem Rückzug der eigenen Truppen aus den Gebieten rund um die umkämpfte Stadt Kanyabonga begonne zu haben. Dort waren verläuft derzeit die Frontlinie, und dort waren die jüngsten Kämpfe am heftigsten. Insgesamt ist der Rebellenführer nun angeblich bereits, seine Truppen um 40 Kilometer zurückrücken zu lassen.
Dem eigenen Bekunden zufolge will Nkunda mit der Geste dem Frieden "eine Chance" geben. Derzeit versucht der UN-Sondergesandte Olusegun Obasanjo, das ehemalige Staatsoberhaupt Nigerias, eine Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den Rebellen und den regierungstreuen Truppen von Präsident Jospeph Kabila zu erreichen. Nkunda hatte bereits in der Vergangenheit Bereitschaft zur Zugeständnissen signalisiert, im Anschluss seine Truppen aber weiterkämpfen lassen.
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Der Krieg in dem zentralafrikanischen Staat war im vergangenen Oktober erneut in voller Heftigfkeit entflammt, nachdem Nkunda eine Offensive gegen die Regierungstruppen eingeleitet hatte. Laut eigener Aussage will der rebellenführer durch seie Kampfhandlungen die Tutsi-Minderheit schützen. Seitdem befindet sich über eine Viertelmillion Menschen auf der Flucht. Auch kam es bei dem Vorrücken der Rebellen angeblich zu Menschenrechtsverletzungen und Erschießungen unter Zivilisten, was Nkunda jedoch bestreitet. (mso)