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Muammar al-Gaddafi feiert sich und seine Diktatur pompös

02.09.2009GIGANTISCHE SELBSTINSZENIERUNG

Muammar al-Gaddafi feiert sich und seine Diktatur pompös

Am gestrigen Dienstag fand zu Ehren von Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi eine gigantische Feier in Tripolis statt. Der Despot feierte den 40. Jahrestag seiner Machtergreifung. Durch einen Putsch hatte er am 1. September 1969 König Idris gestürzt und anschließend die Macht ergriffen.

In den zehn Stunden dauernden Feierlichkeiten waren eine große Militärparade, ein imposantes Feuerwerk, und später beim Gala-Dinner eine aufwändige Bühnenshow zu bewundern. Den ganzen "Event" hatten ausländische Firmen organisiert, die Kosten schätzt die Londoner 'Times' auf ca. 35 Millionen Euro. Unter Gaddafis Gästen waren Simbabwes Diktator Robert Mugabe, Venezuelas Präsident Hugo Chávez und einige Botschafter aus Europa und Amerika. Auch der international mit Haftbefehl gesuchte Sudanesische Staatschef Umar al-Baschir war anwesend.

Wegen des euphorischen Empfangs für den Lockerbie-Attentäter Abdel Basset Mohammed al-Megrahi vor zwei Wochen verzichteten viele prominente Staatschefs aus dem Westen auf das große Fest um Gaddafi. Russlands Präsident Dmitri Medwedew und Ministerpräsident Wladimir Putin ließen sich entschuldigen, sie hatten die Gedenkfeier zum 70. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs an der Westerplatte wahrzunehmen.

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Für großes Aufsehen sorgte die bereits genannte Bühnenshow, in der die Geschichte Libyens gezeigt wurde. Jedoch wurden die unschönen Stellen getilgt, wie etwa die Anschläge auf die Berliner Diskothek "La Belle" 1986 oder das Attentat von Lockerbie 1988. Vielmehr achteten die Organisatoren darauf, das Bild Gaddafis als revolutionären Führer Libyens zu erhalten. Die Feierlichkeiten werden noch eine Woche andauern. (mme)

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