01_aktion_300x300
Linkbox
Artikel zum Thema
Highlights zum Thema
Pressestimmen zum Thema
e-Vote
Wer denken Sie wird der nächste Präsident der USA?
Barack Obama

John McCain
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in 'Twilight Eclipse': Ewiger Treueschwur
Highlights der Woche (KW 20)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteItemsWatchesNACH FAST-ANSCHLAG VON DETROIT
Barack Obama und Hillary Clinton stellen sich dem Tag der Entscheidung

30.12.2009NACH FAST-ANSCHLAG VON DETROIT

Obama kritisiert US-Geheimdienste wegen peinlicher Fehler

Nach dem vereitelten Terroranschlag auf einem Flug von Amsterdam nach Detroit muss US-Präsident Barack Obama peinliche Fehler in der Arbeit der Geheimdienste eingestehen. Überraschend offen kritisierte er diese in seiner Stellungnahme.

Nach Veröffentlichung zahlreicher Informationen, die sich scheinbar bereits vor dem Attentat in den Händen der amerikanischen Sicherheitsbehörden befanden und die deutliche Hinweise auf einen möglichen Anschlag gaben, forderte der amerikanische Präsident nun einen genauen Bericht über die Abläufe bei den Behörden an. Am vergangenen Dienstag resümierte Obama: "Es gab eine Mischung aus menschlichem und administrativem Versagen, die zu dieser potentiell katastrophalen Sicherheitslücke beigetragen hat." Die angetroffenen Sicherheitsmängel seien "völlig inakzeptabel". Der Präsident kündigte an, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

Tatsächlich dringen immer mehr Einzelheiten an die Öffentlichkeit, denen zufolge der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab (23), der am ersten Weihnachtsfeiertag einen Anschlag auf einen Airbus der Northwest Airlines geplant hatte, eigentlich niemals ein Visum für die USA hätte erhalten dürfen. Die amerikanischen Geheimdienste wussten angeblich um einen Terroranschlag, der nach Angaben der "Washington Post" von al-Qaida "um die Weihnachtszeit" geplant war. Nach Berichten der "New York Times" hatte die Regierung darüber hinaus Hinweise aus dem Jemen, dass dortige al-Qaida-Terroristen von einem "nigerianischen Jungen" sprachen, der auf einen Anschlag vorbereitet werde.

Auch der Vater des Attentäters, der um die radikalislamischen Ansichten seines Sohnes besorgt war, hatte nicht nur die amerikanische Botschaft in Nigeria benachrichtigt, sondern nach Angaben des CNN direkten Kontakt mit der CIA gehabt. Abdulmutallab wurde daraufhin zwar auf eine Liste mit ca. 500.000 Terrorverdächtigen gesetzt, in eine konkrete Liste mit Personen, die ein Einreiseverbot in die USA haben, wurde er jedoch nicht aufgenommen. Der amerikanische Präsident gab zu: "Es scheint, dass diese Information vor Wochen einer Abteilung unserer Geheimdienste mitgeteilt, aber nicht effizient weitergeleitet wurde." Die Geheimdienste hätten vorliegende Informationen miteinander teilen und dann zusammenstellen müssen, dann hätte es zusammen mit andern Hinweisen ein "volleres, klareres Bild" des Verdächtigen ergeben.

Der Attentäter wollte in der vergangenen Woche ein voll besetztes Flugzeug mit knapp 300 Menschen an Bord in die Luft sprengen. Es gelang ihm, hierfür die hochexplosiven Substanz Nitropenta (PETN) in Lagos ebenso wie in Amsterdam an Bord der Maschinen zu schmuggeln. Die Katastrophe wurde nur verhindert, weil ein Zünder nicht richtig funktionierte. Passagiere und Besatzung überwältigten den Attentäter anschließend.

Die Heimatschutzministerin Janet Napolitano und auch Obamas Pressesprecher Robert Gibbs hatten noch am Wochenende behauptet, die Sicherheitsvorkehrungen hätten gegriffen. Dies führt nun zu harscher Kritik seitens der republikanischen Opposition am Krisenmanagement der Regierung. Es wurde angezweifelt, dass die Regierung genug zum Schutz der Bevölkerung unternehme.

US-Medienberichten zufolge war das Attentat wie von Abdulmutallab nach dem Attentat angegeben tatsächlich von der jemenitischen al-Qaida geplant. Bei zwei der vier vermeintlichen Drahtzieher soll es sich um ehemalige Guantanamo-Häftlinge handeln. Somit wird die für Ende Januar geplante Schließung des Gefangenenlagers auf Kuba erneut in Frage gestellt.

Nach einem Bericht von CNN untersucht das US-Militär in enger Zusammenarbeit mit der jemenitischen Regierung nun bereits mögliche al-Qaida-Stellungen im Jemen - sollte Präsident Obama einen Gegenschlag planen.

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (0)