Nach dem Wahlergebnis werden immer mehr pikante Details über Sarah Palins Versagen im Wahlkampf bekannt, um die zuvor ein Mantel des Schweigens gehüllt worden waren. Die Wissenslücken der Gouverneurin trieben McCains Berater offenbar an den Rand der Verzweiflung.
Der konservative US-Sender 'Fox News' berichtete, Palin habe nicht gewußt, welche Staaten das nordamerikanische Friedensabkommen (NAFTA) unterschrieben hatten. Die drei Länder - USA, Mexiko und Kanada - hätte Palin eigentlich kennen sollen. Selbst beim Aufzählen der Länder Nordamerikas habe die Konservative Probleme gehabt, berichtete 'Fox News'. Sobald jedoch Informationen über Länder außerhalb Amerikas benötigt wurden, sei die Frau verloren gewesen.
Nein, Afrika ist kein Land, Südafrika kein Land im größeren Land, es ist ein Kontinent. K.O.N.T.I.N.E.N.T. In verschiedenen Interviews hatten konservative Wähler angegeben, diesmal nicht für die Partei zu stimmen, aus Angst, Palin könnte McCain im Amt überleben. Nun bete sie darum, dass sie "eine offene Tür" für ihre weitere politische Karriere nicht übersehe, gab die Gouverneurin bei 'Fox' bekannt. Direkt sprach Palin eine mögliche Präsidentschaftskandidatur nicht an, doch "wenn das etwas ist, was für meine Familie, für meinen Staat und für mein Land gut ist", dann wolle sie "2012 oder vier Jahre später" durch diese Türe gehen, so Palin gewohnt selbstzweifelfrei.
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Bleibt die Frage, ob die Republikaner diese Kandidatin noch einmal antreten lassen. Als mögliche Präsidentschaftskandidatin für die kommenden Wahlen wurde Palin immerhin schon ins Gespräch gebracht. Doch die Ärgernisse in den eigenen Reihen lassen Böses erahnen. Da bleibt also nur: fleißig weiterbeten. (lkl)