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20.12.2007STABILITÄT STATT MENSCHENRECHTE

'Time Magazine' zeichnet Wladimir Putin als "Mann des Jahres 2007“ aus

Russlands Präsident Wladimir Putin ist "Mann des Jahres 2007“: Putin habe ein Land im Chaos übernommen und ihm Stabilität gebracht, begründet 'Time'-Chefredakteur Richard Stengel die Entscheidung. Die Titelgeschichte über Putin trägt die Überschrift: "Ein Zar ist geboren“.

Das US-Magazin „Time" hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur „Person des Jahres 2007" gewählt. Die Auszeichnung gelte nicht als Kompliment, sondern als Folgerung aus realpolitischen Tatsachen, betont das Magazin.

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Putin habe ein Land wieder auf Vordermann gebracht, „das von der Landkarte in unseren Köpfen verschwunden war", erklärt „Time"-Chefredakteur Richard Stengel. Als Putin im Jahr 2000 Präsident Russlands wurde, sei das Land ein faktisch handlungsunfähiger Staat gewesen. Mit unerschöpflicher Ausdauer und einer genauen Vision habe Putin sein Land auf die Weltkarte zurückgebracht, schreibt die „Times".

Putin sei zu einem „Dreh- und Angelpunkt des 21. Jahrhunderts" geworden. Allerdings sei Putin kein Demokrat nach westlichem Verständnis. „Putin ist kein Pfadfinder. Er ist kein Vorbild für die Meinungsfreiheit", räumte Stengel ein, ist jedoch auch überzeugt: „Er steht darüber, er tritt für Stabilität auf."

Denn die Auszeichnung, so betont die „Times" wiederholt, sei keine Ehrenauszeichnung. „Das ist keine Beifallskundgebung und kein Popularitätswettbewerb. Dieses Rating ist die objektive Anerkennung der Welt als solche sowie der einflussreichsten Personen und Kräfte, die sie verändern, zum Besseren oder zum Schlechteren", schreibt das Magazin.

Denn dem Magazin zufolge war das letzte Amtsjahr des Präsidenten sein erfolgreichstes. In der Innenpolitik habe er seine politische Zukunft sichergestellt und in der Außenpolitik hat er den Einfluss auf die internationalen Ereignisse vergrößert.

Unter den Anwärtern befanden sich auch der US-amerikanische Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger Al Gore und die englische Erfolgsautorin Joanne K. Rowling. Sie kamen auf Platz zwei und drei.

Im Jahr 2006 war „Du" stellvertretend für die Macht des Einzelnen im Internet „Mann des Jahres". 2004 war es US-Präsident George W. Bush. Aber auch Hitler, Stalin und der Ayatollah Khomeini schafften es einst auf die Titelseite des Magazins. (dl)

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