01_aktion_300x300
Bildgalerie
Robert Pattinson und Kristen Stewart in 'Twilight Eclipse': Ewiger Treueschwur
Highlights der Woche (KW 20)
Diese Seite DruckenDiese Seite weiterempfehlen
StartseiteItemsWatchesKONFLIKT MIT RUANDA
Tutsi-Rebellen rücken in den Kongo vor: Zehntausende auf der Flucht

30.10.2008KONFLIKT MIT RUANDA

Tutsi-Rebellen rücken in den Osten des Kongo vor: Zehntausende auf der Flucht

Im Osten der demokratischen Republik Kongo haben zehntausende Menschen aus Angst vor anrückenden Rebellen die Flucht ergriffen. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilte der UN-Sicherheitsrat den Vormarsch der Tutsi-Rebellen auf die Provinzhauptstadt Goma. Die UNO zeigte sich auch über Berichte von Schusswechseln an der Grenze zwischen Kongo und Ruanda besorgt.

In der Provinzhauptstadt Goma herrschte am Mittwoch das blanke Chaos. Mehrere Tausend Menschen versuchten, sich vor den anrückenden Tutsi-Milizen des Ex-Generals Laurent Nkunda in Sicherheit zu bringen. Inmitten der Menschenströme patroullierten etwa 800 UN-Blauhelmsoldaten der Friedenstruppe MONUC. Die kongolesischen Regierungstruppen hatten nach heftigen Kämpfen mit den Rebellentruppen die Stadt räumen müssen. Zwar kündigten die Rebellen am Mittwochabend einen einseitigen Waffenstillstand an, die Lage bleibt jedoch angespannt.

Die humanitäre Lage in den Gebieten ist ebenfalls katastrophal. Deshalb berief die UNO in New York eine Dringlichkeitssitzung ein, auf der eine Erklärung verabschiedet wurde. Darin werden die Truppen Nkundas dazu aufgefordert, die Kampfhandlungen einzustellen, und die Zivilbevölkerung zu verschonen. Zugleich forderte der Sicherheitsrat die Demokratische Republik Kongo und das benachbarte Ruanda dazu auf, die Schießereien im Grenzgebiet zu beenden, und die Stabilität in der Region wieder herzustellen.

Verwandte Artikel

Damit zeigt sich, dass Kongo-Krieg, der von 1998 bis 2003 dauerte, nie ganz beendet wurde. Vor allem in den rohstoffreichen Ostprovinzen, die von der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa über 1.000 Kilometer entfernt sind, kam es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Rebellenführer Laurent Nkunda kämpft mit seinen Truppen zwar offiziell unter der Flagge der Tutsi, einer ethnischen Minderheit, wird dabei aber jedoch von Ruanda unterstützt. Dadurch entstanden immer wieder Spannungen zwischen dem Kongo und seinem Nachbarland. (mre)

Neuen Kommentar schreiben Leser-Kommentar (0)