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Honduras: Militärputsch international kritisiert - Zelaya-Anhänger protestieren

06.07.2009ERZWUNGENE RÜCKKEHR INS EXIL

Zelaya-Landung in Honduras gescheitert - Militär blockiert Landebahn

Die Rückkehr des ehemaligen Präsidenten Zelaya war vorbei, noch bevor sie angefangen hatte. Weil das Militär mit Mann und Militärfahrzeugen die Landebahn des Flughafens blockierte, war der gestürzte Staatsoberhaupt gezwungen noch in der Luft anzudrehen.

Der erste Versuch des Ex-Präsidenten Manuel Zelaya nach Honduras einzureisen ist gescheitert - Soldaten blockierten mittels Militärgerät die Landebahn in der Hauptstadt Tegucigalpa. Selbst der Versuch Gehorsam auszuüben und mit Befehlsgewalt die Armee zum einlenken zu bewegen war vergeblich, die Soldaten stellten sich taub. Seine Maschine musste gezwungenermaßen abdrehen und landete wenig später in Nicaragua, von wo aus Zelaya nach einem Gespräch mit Präsident Daniel Ortega nach San Salvador weiterflog.

Noch während die Maschine über Tegucigalpa kreiste, erklärte ein gefasster Zelaya dem TV-Sender „Telesur" gegenüber, er habe alles probiert. Es bestehe die Gefahr, dass Jagdflugzeuge der Armee seine Maschine abfangen. „Hätte ich einen Fallschirm gehabt, wäre ich aus dem Flugzeug gesprungen", so der vor einer Woche durch einen Putsch entmachtete Machthaber.

Entmutigen lässt sich der 56-jähirge von der Aktion nicht. Es werde einen neunen Anlauf geben, versprach er. „Wenn es jetzt nicht geht, dann werden wir es morgen oder übermorgen wieder versuchen." Zeitgleich richtete er mahnende Worte an das honduranische Heer. „Ich bin Befehlshaber der Streitkräfte und wurde vom Volk gewählt", verkündete Zelaya. 

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Währenddessen spitze sich die ohnehin kritische Lage in seiner Heimat zu. Tausende Zelaya-Anhänger warteten auf dem Flughafen um ihren Anführer, begleitet vom Vorsitzenden der Uno-Generalversammlung, Miguel d'Escoto, einen Empfang zu bereiten. Die Meisten waren ausgerüstet mit Eisenstangen oder Stöcken. Wie lokale Medien später berichteten, kam es zu dabei Ausschreitungen bei denen zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden sind. (sdo)

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