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14.04.2008SECHSTELLIGER BETRAG ÜBERWIESEN

Jan Ullrich zahlt und entgeht Prozess

Nach 21 Monaten der gespannten Ermittlungen gegen den ehemaligen Tour-de-France Sieger Jan Ullrich hat die zuständige Staatsanwaltschaft nun das Verfahren eingestellt. Ullrich zahlt allerdings einen sechsstelligen Vertrag, um endlich Ruhe vor den unangenehmen Ermittlern zu haben. Damit gilt Ullrich auch weiterhin nicht als vorbestraft

Das Geld, das der ehemalige T-Mobile-Profi zahlt, soll einer gemeinnützigen Institution und der Staatskasse zu gute kommen. Der Vorwurf gegen den ehemaligen Liebling der Deutschen lautete auf „Täuschung und Betruges zum Nachteil seiner Arbeitgeber." Im Zuge der Fuentes-Affäre gilt es mittlerweile als beinahe bewiesen, dass der ehemalige T-Mobile-Profi gedopt hat, obwohl er stets betonte, nie unerlaubte Substanzen zur Leistungsförderung genommen zu haben.

Dennoch sind im Zuge der Ermittlungen hohe Geldzahlungen des Wahl-Schweizers an den umstrittenen Doping-Arzt Eufemio Fuentes aufgetaucht. Zudem bestand zunächst der dringende Verdacht, dass der 34-Jährige bei dem spanischen Doktor ominöse Blutbeutel gelagert hatte. Die Zuordnung konnte im Zuge der Ermittlungen durch einen DNA-Test eindeutig bewiesen werden.

Ullrich muss sich auch in anderen Verfahren weiter verantworten. Der Prozess vor dem Hamburger Oberlandesgericht gegen den Molekularbiologen Werner Franke wegen angeblicher Falschaussage des Wissenschaftlers ist ebenso weiter anhängig wie ein Verfahren gegen Ullrichs früheren Teammanager Günther Dahms. Beide hatten behauptet, Ullrich habe in seiner aktiven Laufbahn gedopt. Doping-Experte Franke hat erst vor kurzem ein Vergleichsangebot der Ullrich-Anwälte abgelehnt.

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Vor knapp zwei Jahren war Ullrich wegen des Dopingverdachts von seinem damaligen Arbeitgeber, dem Radrennstall T-Mobile, gemeinsam mit seinem Betreuer Rudy Pevenage und dem ebenfalls des Dopings verdächtigen Fahrerkollegen Oscar Sevilla entlassen worden. Im Februar 2007 verkündete das ehemalige Aushängeschild des deutschen Radsports schließlich seinen endgültigen Rücktritt. (cai)

 

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