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'Lance Armstrong und Alberto Contador bekommen sich in die Haare’

26.09.2008INDURAIN SIEHT SCHWARZ

'Lance Armstrong und Alberto Contador bekommen sich in die Haare’

Der fünffache spanische Tour-Gewinner Miguel Indurain sieht zwischen den beiden möglichen künftigen Astana-Teamkollegen Alberto Contador und Lance Armstrong einen Hahnenkampf heraufdämmern. Sein Landsmann und frisch gekürter Triple-Sieger habe voraussichtlich wenig Platz, um sich im selben Team neben dem siebenfachen Tour-Gewinner aus den USA zu entfalten. Contador hat seinerseits seine weitere Team-Zugehörigkeit erstmal offen gelassen.

Indurain äußerte seine Skepsis in einem interview mit dem spanischen Radiosender ‚Onda Cero': „Auch wenn sie gleich gut sind, sie gehören einfach nicht in dasselbe Team. Armstrong ist ein großer Name. Für Contador wird es schwierig, mit ihm in einem Team zu fahren." Armstrong hatte am gestrigen Mittwoch kundgetan, im Astana-Trikot seinen achten Toursieg anstreben zu wollen. Contador konterte bereits umgehend, dass er sich nicht vorstellen kann, sich für den Texaner aufzuopfern.

Darüber hinaus war im Laufe des gestrigen Tages bekannt geworden, dass Armstrong sein Straßencomeback für den kommenden Januar in der australischen Tour Down Under vorhat. Das hatte der australische Politiker Mike Rann erklärt: „Im vergangenen Jahr organisierten wir als erste außereuropäische Rundfahrt einen Wettkampf aus der Pro Tour. Nun übertrumpfen wir alle erneut, weil Lance an unserem Wettkampf teilnehmen wird."

Armstrong selbst hatte sein Comeback im Rahmen der jährlichen Konferenz der ‚Clinton Global Initiative' verkündet. Nach drei Jahren in der Semi-Anonymität hatten die anwesenden Journalisten dabei das plötzlich Gefühl, dass der US-Champion nie wirklich weg gewesen sei. Zum Hauptziel seines Comebacks erklärte Armstrong sein Anliegen, die eigene Anti-Krebs-Kampagne weiter bekannt zu machen. Der Texaner hatte vor seinem ersten erfolgreichen Comeback in 2001, auf das sieben Tour-Siege in Folge folgten, eine heimtückische Form von Hodenkrebs überstanden und besiegt.

Armstrong gab sich im Vergleich zur Vergangenheit weniger siegessicher als gewohnt: „Ich kann  nicht garantieren, dass ich wieder gewinnen werde. Aber ich kann schon garantieren, dass meine Story alle Schichten der Gesellschaft erreichen wird."

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Schließlich gab Armstrong auch den Start eines permanenten, individuellen Anti-Doping-Programms bekannt. Dafür hat der in der Vergangenheit immer wieder des Dopings beschuldigte Texaner offenbar den Experten Don Caitlin anwerben können. Dieser soll tägliche Tests vornehmen und deren Ergebnisse auf Armstrongs Website veröffentlichen: „Ich weiß, dass es in dieser Hinsicht in der Vergangenheit viel Fragen gegeben hat. Und wenn mein Comeback ein Erfolg wird, will ich, dass kein einziger Zweifel besteht." (mso)

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