Wie die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) auf ihrer Homepage mitteilt, versuchen vermeintliche GEZ-Mitarbeiter telefonisch Rentner abzuzocken. Die GEZ bittet um Mithilfe zur Aufklärung.
Die GEZ warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als GEZ-Mitarbeiter ausgeben. Die Betrüger behaupten, es gäbe eine Gesetzesänderung, wonach Rentner von Rundfunkgebühren befreit seien. Nach dem Abgleich persönlicher Daten verlangen sie die Kontodaten der meist ahnungslosen Rentner, unter dem Vorwand, bereits gezahlte Gebühren rückerstatten zu wollen.
"Wir weisen darauf hin, dass diese Anrufe nicht von der GEZ kommen und die GEZ in keinerlei Zusammenhang mit dieser offensichtlich betrügerischen Aktion steht. Auch ein solches Gesetz existiert nicht", heißt es in einer aktuellen Mitteilung auf der Homepage. Die GEZ möchte jeden bekannten Fall zur Strafanzeige bringen und bittet deshalb um Mitarbeit. Sollte jemand einen solchen Anruf erhalten, so bittet die GEZ um Kontaktaufnahme.
Solche Betrugsfälle scheinen keine Seltenheit zu sein, denn die GEZ warnt ebenfalls vor Besuchen und Anrufen vermeintlicher GEZ-Mitarbeiter, die ein kostenloses dreimonatiges Zeitschriften-Abonnement, zum Dank für die vorausgegangene Befragung bezüglich der Zufriedenheit mit der GEZ, anbieten. Ziel der Betrüger ist es, den ahnungslosen Opfern ein Zeitschriften-Abonnement zu verkaufen. Auch hiervon distanziert sich die GEZ und bittet wiederum um Kontaktaufnahme von Betroffenen.
Warum Betrüger ausgerechnet den Namen der GEZ missbrauchen, um Geld zu kommen, scheint an der mangelnden Transparenz und der Unkenntnis über den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag, in dem die gesetzlichen Rundfunkgebühren festgelegt sind, zu liegen. Erst am vergangenen Montag berichtete 'Die Welt' von den im kommenden Jahr anfallenden Gebühren für internetfähige Handys und Computer.
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Die Internet-Gebühr werde allerdings nur dann erhoben, wenn vorher noch kein Radio angemeldet war. Weitere Radios und PCs wären dann gebührenfrei. Bisher werden für ein Radio Gebühren von 5,76 Euro und für einen Fernseher 17,98 Euro monatlich fällig. Verbraucher sind nach wie vor nicht dazu verpflichtet, kontrollierende GEZ-Mitarbeiter in die Wohnung zu lassen. (mme)