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18.10.2009HILFE AUF DEM UNÜBERSICHTLICHEN MARKT

eBook Reader: Die gängigen eReader im Überblick und Kurztest

So manch ein Nutzer glaubt, dass es nur eBook Reader aus dem Hause Sony und von Amazon gibt. Doch davon kann nicht die Rede sein: Mittlerweile treten zahlreiche Anbieter in mehreren Klassen, vom Hosentaschen-Reader bis zum High End Produkt, gegeneinander an - und zur Weihnachtszeit werden es mehr. Lesen sie hier, welcher eBook Reader zu welchem Lese-Anspruch passt.

Sony eBook Reader: Die PRS-Reihe

Während in den USA Amazon mit dem Kindle die Nase vorne hat, führt hierzulande Sony. Der Sony eBook Reader PRS 505 (für 199 Euro) war der erste in Deutschland erhältliche eReader, seit Mitte Oktober vertreiben die Japaner auch den ersten eReader nicht nur zum Lesen, den PRS 600 Touch (für 299 Euro). Mit einem Touchscreen und einer Notizfunktion eignet sich dieser anders als der Sony eBook Reader PRS 505 auch zum Arbeiten für Studenten und Geschäftsmänner. Besonders gut: Die Suchfunktion mit der Begriffe und Worte im eBook gefunden werden können.

Beide Sony eBook Reader sind jedoch keine multimedialen Alleskönner a la Apple Tablet oder dem geplanten Asus Eee Reader. Der User ist immer noch auf die Dienste seines heimischen PC angewiesen, um den eReader mit digitalen Inhalten befüllen zu können. Per USB und nicht per WLAN oder Handynetz können eBooks, Bilder und Musikdateien auf den internen Speicher oder eine SD-Karte gezogen werden und anschließend angezeigt werden.

Dafür bietet Sony einen besonders gut zugänglichen eBook Markt. Dank der Kooperation mit den Buchhandlungen Thalia und Libri kann man über deren eBook Shops unzählige digitale Bücher kaufen. Sowohl PDF- als auch ePub-Dateien können von der PRS Reihe angezeigt werden. Da auch Google Books, das Projekt Guttenberg und die DigBib.org für Fachliteratur dieses Format unterstützen, stehen Sony eBook Reader Kunden auch Millionen kostenlose digitale Bücher zur Verfügung. Auch die TAZ bietet ein ePaper (digitale Zeitung) im ePub-Format an. Andere Zeitungen sind derzeit nur im PDF-Format erhältlich, was die identische Darstellung der gedruckten Zeitung auf dem eBook Reader unmöglich macht.

Amazon Kindle 2 und Kindle DX: Drahtloser Netzzugang als größter Vorteil

Der Amazon Kindle hat nach Monaten endlich den Sprung über den Teich geschafft. Ab 19. Oktober werden die ersten Kindle 2 in Deutschland versendet. Größte Besonderheit auf den ersten Blick: Der Amazon eBook Reader bietet eine optische Tastatur. Dazu gibt’s einen Handyanschluss mit dem überall auf den Amazon eBook Shop zugegriffen werden kann.

Doch es gibt zwei Nachteile: Zum Einen setzt der Kindle auf das proprietäre und geschützte azw-Format (Die Umwandlung von ePub-Dateien funktioniert nur, indem man die Datei an Amazon schickt), zum Anderen sind die meisten Bücher aus dem Amazon Shop bisher lediglich in englischer Sprache erhältlich. PDF-Dateien kann der Amazon Kindle nicht anzeigen, dafür Word- (.doc-), MP3 und JPEG-Dateien. Über den amerikanischen Amazon Shop kann der Kindle 2 für knapp 300 Euro (inklusive Versand und Einfuhrsteuer aus den USA) bestellt werden.

Zudem stehen zahlreiche ePaper dem Amazon Kindle Nutzer zur Verfügung. Von der New York Times über die Herals Tribune bis zur Frankfurter Allgemeinen, die kompletten digitalen Ausgaben kommen via UMTS-Netz täglich pünktlich und günstiger als die Printausgabe direkt ins Haus. Das ist vor allem interessant, wenn der Kindle DX im kommenden Jahr auf den deutschen Markt kommt. Das Besondere: Auf dem 9 Zoll Display lassen sich auch Din A4 Seiten darstellen und bequem lesen.

iRex mit der iLiad-Reihe und das Open Source BeBook

Die iLiad-Serie der Niederländer von iRax besticht vor allem für hohe Ansprüche, kostet aber auch dementsprechend viel. Schon 2006 ist der erste iLiad auf den Markt gekommen. Das elektronische Papier-Display kann dank eines Touchsreen auch zum Zeichnen und Schreiben von Kommentaren auf dem Bildschirm verwendet werden. Zudem sind Anwendungen wie Darstellungen von Präsentationen und das Schreiben eigner Programme möglich. Dafür kostet der iLiad 150 auch an die 550 Euro.

Befüllt kann der iLiad via USB-Kabel und SD-Karte werden, die zweite Generation, der iLIad 141, auch via integrierter WLan-Schnittstelle.  ePub-Dateien oder MP3-Dateien können derzeit noch nicht gelsen werden, auch wenn das laut dem Hersteller bald möglich sein soll. Dafür kostet die Premium-Variante knapp 600 Euro.

Die zweite niederländische Antwort auf das digitale Lesen heißt BeBook und kommt aus dem Hause Endless Ideas. Das Besondere: Dank des auf Linux basierenden Betriebssystems des BeBooks ist nahezu jedes Dateiformat les- und anzeigbar. Der eReader bietet eine sehr funktional gehaltene Technik zu einem relativ hohen Preis von 300 Euro. Dafür besticht er mit einer Höchstzahl an unterstützten Dateiformaten und einer dementsprechend großen Einsetzbarkeit.

Neuerscheinungen: Der txtr eBook Reader und der iRiver Story

Auch andere Anbieter wie das deutsche Startup Wizpac mit dem txtr und iRiver  bieten in Kürze eigene eBook Reader an. Der iRiver Story, der neben den gängigen Formaten wie ePub, PDF, auch PowerPoint und Excel-Dateien lesen kann sowie MP3 Sprachdateien, wie Hörbücher, abspielen kann, ist noch bereits in diesem Monat für 279 Euro bei Hugendubel zu kaufen. Zudem bietet der iRiver eine optische Tastatur, womit im digitalen Text Notizen und Anmerkungen gemacht werden können.

Der txtr aus dem Hause Wizpac kommt pünktlich zum Weihnachtsgeschäft am 1. Dezember für knapp 320 Euro auf den deutschen Markt. Das Besondere: der txtr kann über ein Handynetz-Anschluss befüllt werden. Dazu dient das E-Plus-Netz. Zudem verfügt der eReader über WLan und Bluetooth. Lesen kann der txtr PDF- und ePub-Dateien, Office- und HTML-Dateien könnenüber das Onlineportal konvertiert werden. Bis zum Verkaufsstart sollen auf der Internetadresse txtr.com bis zu 20.000 eBooks im ePub-Format bereit stehen.

Zudem kommen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft beziehungsweise spätestens im kommenden Jahr weitere eBook Reader auf den Markt, wie von Plastic Logic, Samsung, Asus und möglicherweise von Barnes&Nobles und Fujitsu. Zudem wird Sony den PRS 300 Mini eBook Reader für die Hosentasche auf den Markt bringen. Cybook hat mit dem Opus, der Bücher ebenfalls im 5 Zoll Mini-Format anzeigt und zu einem besonders günstigen Preis von 249 Euro zu haben ist, den Hosentaschen eReader Markt bereits erobert. (cai)

Lesen sie ausführliche Testberichte zu diesen und weiteren eBook Readern auf http://www.ebookreader-vergleich.de   

 

 

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