Real-Manager Jorge Valdano ist der Meinung, dass in einem Team kein Platz für Cristiano Ronaldo und Arjen Robben gibt - und hat deshalb den torgefährlichen Niederländer an den FC Bayern München verkauft.
Es kann nur eine Primadonna geben - und die muss Cristiano Ronaldo (24) heißen. So zumindest lautet die Argumentation, mit der Jorge Valdano, seines Zeichens Manager des Real Madrid, den Verkauf von Star-Niederländer Arjen Robben an den FC Bayern München nun gerechtfertigt hat.
Im Gespräch mit der spanischen Sportzeitung 'Marca' gab Valdano zu Protokoll: "Wenn ein Verein einen Spieler wie Cristiano Ronaldo verpflichtet, sollte ein Spieler mit den Eigenschaften eines Robben lieber gehen. Es ist schwer zwei Spieler derselben Kategorie zu haben, einen dem die Schlagzeilen gehören und einen als Ersatz."
Im gleichen Atemzug warnte der gebürtige Argentinier davor, das in den Medien verbreitete Image Cristiano Ronaldos als Feierkeks und Frauenheld für bare Münze zu nehmen: "Es stellt Ronaldo zufrieden, der beste Spieler der Welt zu sein. Er ist so ein erstaunliches Talent, hat aber auch eine sehr professionelle Einstellung. Er ist ein Spieler mit so einer starken medialen Präsenz, dass man oft zu leicht zu Vorurteilen neigt."
In der deutschsprachigen Fangemeinde sind derweil nicht alle mit der Einschätzung Valdanos einverstanden. Auf 'Goal.com' äußert sich ein User namens 'Basta' aus Mallorca so: "Robben hätten sie behalten sollen. C. Ronaldo und Robben hätten zusammen die beste Flügelzange der Welt bilden können." Ein Großteil der Leser pflichtet dieser Meinung bei, während nur wenige widersprechen.
Seinerseits hat der Star-Portugiese mit seiner portugiesischen Nationalmannshaft kürzlich eher enttäuscht. Obwohl die lusitanische Elf ganz klar unter Siegzwang stand, um noch den Einzug in die Relegationsspiele zu sichern, reichte ihre Leistung am vergangenen Samstag in Kopenhagen gegen Dänemark nur für ein glückliches 1:1.
Verwandte Artikel
Am Mittwoch muss nun unbedingt ein Sieg gegen Ungarn her - und sei es nur, um das Gesicht zu wahren. Die Qualifikation selbst kann Portugal aus eigener Kraft nicht mehr erreichen: "Wir haben das Schicksal nicht mehr in unserer Hand", räumte der 94 Millionen Euro teure Cristiano Ronaldo im Anschluss an das Spiel geknickt ein. (mso)