Flügelflitzer Arjen Robben vom FC Bayern München hat seinem Teamkollegen Franck Ribery einen Schuss vor den Bug verpasst und ihn dazu aufgefordert, sich mit seine vertraglichen Belangen erst nach Saisonende zu befassen.
Ihm reicht das Geeiere: Knipser Arjen Robben (26) vom FC Bayern München findet, dass das ewige Transfer-Theater um Mittelfeld-Ass Franck Ribery (27) ein Ende haben muss.
Der Star-Niederländer entschied in den vergangenen Wochen mit seinen spektakulären Treffern so manch wichtige Partie in Bundesliga und Champions League. Allein durch seine fußballerischen Leistungen hat der deutsche Rekordmeister zusätzliche 75 Millionen Euro in der Kasse, rechnete unlängst eine türkische Internetseite vor.
Nun will Arjen Robben jedoch, dass die steten Spekulationen rund um die Zukunft von Teamkollege Franck Ribery aufhören, damit der FC Bayern München ohne Ablenkungen in die entscheidende Phase der Saison eintreten kann. In einem Pressegespräch in München machte er dies am heutigen Donnerstag unmißverständlich klar: "Ich denke, es ist besser, am Ende einer Saison über Verträge zu reden." Für den französischen Ausnahmekicker sei es besser, "nicht an einen neuen Vertrag zu denken. Wichtig ist, dass wir mit Franck Titel gewinnen"
Gegenüber der Münchner Abendzeitung bekräftigte der Holländer: " Es wäre besser, später über einen möglichen Wechsel zu reden." Scherzend ergänzte er: "Franck hat vielleicht schon im Kopf, was er will, und wir müssen nur abwarten. Aber wenn wir drei Titel gewinnen, dann kann er gehen."
Landsmann Mark van Bommel, seines Zeichens Kapitän beim FC Bayern München, tat es Arjen Robben direkt nach und sparte gegenüber 'Sport Bild' ebenfalls nicht mit Ratschlägen in Richtung Franck Ribery: "Es sieht gut aus, Franck selbst sieht das auch so. Er weiß, was er in München hat. Hier ist er einer der Stars. Wenn er woanders hingeht, kann sich das schnell ändern."
Innenverteidiger Daniel van Buyten, als Flame ein weiterer Niederländisch sprechender Spieler, der an der Isar die Truppe stärkt, kann sich hingegen als bester Freund des Franzosen gut in sein Dilemma hineinversetzen: "Er merkt auch, dass der FC Bayern ihm viel bieten kann. Es ist für ihn keine leichte Entscheidung." Dennoch würde auch er sich mehr Rue vor dem Sturm wünschen: "Wir haben noch nichts gewonnen. Wir müssen jetzt weiterhin professionell arbeiten, gut ausruhen und uns richtig auf unseren Job fokussieren."
Sogar Mannschaftsveteran Willy Sagnol, bereits seit 14 Monaten nicht mehr beim FC Bayern München, ließ die Gelegenheitnicht aus, um dem begehrten Franzosen eine lapidare Botschaft ins Stammbuch zu schreiben: "Für Franck gibt es nichts Besseres als Bayern."
Die geballte PR-Offensive treuer Bayern-Spieler fällt zu diesem Zeitpunkt auch goldrichtig, kündigte Franck Ribery doch erst am gestrigen Mittwoch gegenüber 'Sport1' an, sich "in der nächsten Woche oder in den nächsten zehn Tagen" endgültig entscheiden zu wollen. Denoch sei der Verein durchaus gut darin, sein Herz zu erwärmen: "Ich habe 100-prozentiges Vertrauen in die Vereinsführung mit Herrn Rummenigge, Herrn Hoeneß und Herrn Hopfner. Ich habe mich immer sehr gut mit ihnen verstanden. Sie stehen auch zu 100 Prozent hinter mir."
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Karl-Heinz Rummenigge hatte gestern seinerseits gegenüber der 'Bild'-Zeitung verkündet, mit dem Dribbelkönig mindestens bis Sommer 2011 zu rechnen: "Ich gehe im Moment davon aus." Auch ein Abschied bedeute aber nicht, dass angesichts der aktuellen Finanzlage unbedingt in diesem Jahr Kasse gemacht werden müsse: "Wenn wir das nicht hinkriegen, heißt das nicht automatisch, dass wir Franck in diesem Sommer verkaufen werden." (mso)
Roter (16.04.2010 16:28)Daniel van Buyten...
...ist Belgier! Und nicht wie oben geschrieben Niederländer.