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03.06.2010MARADONA HIN UND WEG

Lionel Messi vs. Cristiano Ronaldo: 'Der Stoff, aus dem Legenden gemacht sind'

Argentinien-Trainer Diego Armando Maradona ist der festen Überzeugung, dass Nationalstürmer Lionel Messi in die Geschichte - und nicht nur die des Fußballs - eingehen wird. Ottmar Hitzfeld gibt ihm Recht und sieht den Barca-Spieler sogar noch vor Portugiesen-Star Cristiano Ronaldo.

Parallelen zu sich selbst: Kicker-Legende Diego Armando Maradona (49) sieht in Star-Knipser Lionel Messi (22) eine nationale Ikone Argentiniens heraufdämmern. Derweil sieht der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld in ihm Qualitäten, die nicht einmal der teuerste Fußballer der Welt, Cristiano Ronaldo, hat.

Der skandalumwitterte ehemalige Ballartist trainiert die vor Top-Talenten nur so strotzende Nationalelf seines Landes und will sie bei der diesjährigen Fußball-WM in Südafrika zum Sieg führen. Obwohl sein Leben in der Vergangenheit infolge übermäßiger Alkohol- und Kokain-Exzesse mehrmals am seidenen Faden hing, hat der Mann mit der grauschwarzen Mähne sein Leben wieder im Griff und will nun mit seinem Charisma sein Team zum Sieg inspirieren.

Laut der italienischen Tageszeitung 'Gazzetta dello Sport' bekräftigte Maradona, dass mit dieser WM einer der größten Momente in der Karriere von Lionel Messi bevorstehen könnte. Im Wortlaut erklärte er: "Leo ist bereit. Er darf sich nur nicht von Beklemmung übermannen lassen. Er wird in die Geschichte unseres Landes eingehen. Stellt euch dieses Trio mal vor: Che Guevara, Maradona, Messi."

Seine allgemeine Gemütsverfassung beschrieb der argentinische Coach, der vor Beginn der Pressekonferenz ein Bild seines einjährigen Enkels für jedermann sichtbar aufstellte, so: "Ich bin ein glücklicher Trainer. Meiner Tochter Giannina habe ich verraten: 'Ich habe 23 Löwen.' Und das ist die Wahrheit."

Motivieren möchte Maradona seine Mannen mit dem Vorbild seiner selbst. Seine persönliche Vergangenheit ist es, die er den Spielern nonstop einzutrichtern versucht: "Ich versuche, dem Team meine Erinnerungen und Emotionen des WM-Siegs 1986 zu vermitteln. Die heutige argentinische Elf ist vielleicht wie meine damalige argentinische Elf. Sie hat außergewöhnliche Eigenschaften."

Laut 'Sport1' sieht auch Eidgenosse Ottmar Hitzfeld in dem Argentinier einen der Glanzpunkte dieser WM. Im Wortlaut heißt es da: "Lionel Messi ist perfekt. Er ist ein hochintelligenter Spieler und eiskalt vor dem Tor, das ist schon fantastisch. Für mich ist Messi noch zehn Prozent stärker als Cristiano Ronaldo."

Um absoluter Protagonist zu werden, ist jedoch auch sein Team wichtig. Und hier unterscheidet sich Hitzfelds Urteil dann doch deutlich von dem Maradonas: "Wobei ich ihn bei der WM ohnehin nicht so auf der Rechnung habe, weil ich Portugal nicht so stark einschätze. Denn wer der beste Fußballer der WM wird, wird vor allem davon abhängen, wie weit seine Mannschaft kommt. Das Halbfinale oder das Finale muss man dazu schon erreichen."

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Sein Favoriten-Tipp abstrahiert letztlich also von der Frage Lionel Messi versus Cristiano Ronaldo: "Es gibt viele Weltklasse-Spieler wie Rooney, Robben oder Ribery, aber sie alle sind abhängig von den Leistungen ihrer Mannschaft. Deshalb haben die Spanier mit Xavi, Iniesta, Fabregas, Villa oder Torres einen Vorteil." (mso)

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